Angebot und Nachfrage im intelligenten Wohnen

Smart Home: Hype oder Nischenprodukt

Volker Richert /

Für einmal sind sich Wissenschaftler, Praktiker und Marktforscher einig: Am intelligenten Wohnen führt kein Weg mehr vorbei. Doch obwohl Smart Home in aller Munde ist und der Markt wächst, ist der Weg zum Kunden noch beschwerlich.

Es sind insbesondere die technischen Fortschritte der letzten zehn Jahre, die der zentralisierten Steuerung der Gebäudeautomation zum smarten Wohnen den Weg gebahnt haben. Das geschieht heute von überall auf der Welt aus und allein die in dieser Zeit rasant gewachsene Akzeptanz von Touchscreens, vom Billettautomaten bis zum Bancomaten, hat wesentlich dazu beigetragen, dass die zentrale Haussteuerung an Beliebtheit gewinnt. Ob Mietwohnung oder Neubau, es sind solche digitalen Steuerpulte, die auf der Basis massstabgetreuer 3-D-Grundrisse in jedem Raum für das richtige Licht sorgen, über die Storen den Sonneneinfall regeln, Einstellung der gewünschten Temperatur und Feuchtigkeit übernehmen oder auch die Lautstärke der Musik vorgeben. Auf ihnen lässt sich das Umpolen der Erdsonde erledigen, wenn sie im Sommer kühlen, den Energieverbrauch lenken oder einen Besucher von der Klingel zum Lift bis zur Wohnungstür begleiten soll. Dabei schliesst die wachsende digital Durchdringung der Gebäudeautomation immer mehr Sensorik ein. Per Fingerprint oder kontaktlos über Venenscanner wird Zutritt gewährt, der Kühlschrank öffnet und schliesst sich, wenn man sich ihm nähert respektive von ihm entfernt, oder die Alarmanlage schaltet sich automatisch beim Verlassen des Hauses ein. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in unserer aktuellen ET-Ausgabe.