Der neue CRB-Standard «eBKP gate»

Präzisere Baukostenermittlungen von A bis Z

Das «eBKP gate» verbindet die Baukostenpläne eBKP mit den im Rahmen der Ausschreibungs- und Realisierungsphase verwendeten CRB-Arbeitsmitteln, z.B. mit dem Normpositionen-Katalog NPK oder dem Baukostenplan BKP.
Hansjoerg Wigger /

Mit den elementbasierten Baukostenplänen eBKP können die Kosten eines Bauprojekts bis zu einem Genauigkeitsgrad von ± 15 Prozent ermittelt werden. Wer es genauer will oder nach einer Möglichkeit sucht, die Kosten vom Projektbeginn bis zum Projektabschluss durchgängig zu planen, hat mit dem «eBKP gate» endlich das richtige Werkzeug. Mit dem neuen, ab Januar 2017 erhältlichen CRB-Standard lassen sich die elementbasierten Kostenbetrachtungen der Planungsphase einfach und ohne komplizierte Umschlüsselung mit der ausführungsorientierten Leistungsvergabe während der Realisierungsphase verbinden.

Für eine strukturierte Erfassung der Kosten eines Bauprojekts bietet CRB zwei normierte Gliederungen, den Baukostenplan Hochbau eBKP-H und den Baukostenplan Tiefbau eBKP-T. Diese beiden Normen basieren auf dem Ansatz, dass sich jedes Bauvorhaben in einzelne Bauteile - Elemente - zerlegen lässt, denen jeweils Kosten zugeordnet werden können. Die hieraus abgeleitete Kostengliederung ist hierarchisch aufgebaut und ermöglicht mit den drei normierten Ebenen Hauptgruppen, Elementgruppen und Elemente, die Kosten vom Groben zum Feinen immer genauer zu ermitteln. Der neue CRB-Standard "eBKP gate" setzt die Logik fort und führt zwei weitere Ebenen - Teilelemente und Komponenten - ein. Diese noch feinere Aufschlüsselung der einzelnen Kostenbestandteile liefert dem Anwender präzisere Kosteninformationen.

Durchgängige Kostengliederung vom Projektbeginn bis zur Schlussabrechnung

Mit Beginn der Ausschreibungs- bzw. Realisierungsphase eines Bauprojekts werden die Kosten nicht mehr elementbasiert geplant, sondern ausführungsorientiert einzelnen Leistungserbringern bzw. Arbeitsgattungen zugeordnet. In diesem Zusammenhang kommen die beiden CRB-Arbeitsmittel Baukostenplan BKP und Normpositionen-Katalog NPK zum Einsatz. Das neue "eBKP gate" verbindet diese unterschiedlichen Sichtweisen und stellt sicher, dass die bauteilorientiert erfassten Kosten aus dem Kostenvoranschlag sauber und ohne komplizierte Umschlüsselung in die arbeitsgattungsorientierten Kostenbetrachtungen der anschliessenden Ausschreibungs- und Realisierungsphase überführt werden können. Nach der Schlussabrechnung des Bauprojekts lassen sich die Kosteninformationen wieder in die eBKP-Systematik zurückführen, was die Bildung von Kostenkennwerten ermöglicht. Diese dienen dem Planer dann als Grundlage für die Kostenermittlung neuer Projekte.

Die Vorteile des "eBKP gate" für den Anwender:

  • Die nach eBKP-Systematik erfassten Baukosten lassen sich schlüssig in andere Gliederungen, z.B. Baukostenplan BKP oder Normpositionen-Katalog NPK, überführen.
  • Kosteninformationen aus der Ausschreibungs- und Realisierungsphase können zur Kennwertbildung in die eBKP-Systematik zurückgeführt werden.
  • Es besteht die Möglichkeit, eigene, anwenderspezifische Teilelemente und Komponenten zu bilden.
  • Die normierte (Baukostenpläne eBKP) bzw. standardisierte (eBKP gate) Struktur gewährleistet den Datenaustausch.
  • Die Kostengliederung nach eBKP-H und eBKP-T wurde in der Praxis bereits bei einzelnen BIM-Projekten erfolgreich angewendet. Auch die standardisierte Strukturerweiterung "eBKP gate" kann in diesem Zusammenhang eingesetzt werden.

Wer das neue "eBKP gate" nutzen will, benötigt eine CRB-Lizenz sowie ein zertifiziertes Anwenderprogramm oder die neue CRB-Webapplikation "eBKP-Assistant" (in Deutsch ab März 2017 erhältlich).

Weitere Informationen über info@crb.ch oder crb.ch

eBKP-H in der Elektrobranche (Artikel aus ET 1/2014 Seite 28-29)