5. Swiss Green Economy Symposium

Nachhaltigkeit als bedeutender Wirtschaftsfaktor

Hansjoerg Wigger /

Nachhaltigkeit hat sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt, Gesellschaft und Unternehmen haben das erkannt und befinden sich im nachhaltigen Aufbruch: Das ist das Ergebnis des 5. Swiss Green Economy Symposium vom vergangenen Oktober 2017 mit mehr als 900 Teilnehmenden. «Erfolgreich Grenzen überschreiten» war das diesjährige Motto, dem die Rednerinnen und Redner folgten und darstellen, wie nachhaltiges Wirtschaften zugleich auch erfolgreiches und profitables Wirtschaften bedeuten kann.

Ein wichtiger Motor für die Implementierung von Nachhaltigkeit sind die Sustainable Development Goals (SDG) der UNO. Diese 17 Ziele sollen bis 2030 von allen UNO-Mitgliedsstaaten erreicht werden. Botschafter Michael Gerber, Sonderbeauftragter des Bundesrats für globale nachhaltige Entwicklung, unterstrich, dass bereits ein Viertel der Schweizer Unternehmen mit diesen Zielen arbeiten würden. Denn sie lohnen sich: 12 Billionen Dollar bis 2030 könnte die Wirtschaft mit der Umsetzung verdienen, betonte er.

Ein offener Handel, der sich auf Nachhaltigkeit fokussiert, sei auch ein profitabler Handel, so Christian Ewert, Generaldirektor der Foreign Trade Association zu den Zuhörenden. Seine Organisation will Ökonomie, Ökologie und soziales Bewusstsein im globalen Handel verankern. Bei der Finanzierung von nachhaltigem Wirtschaften sieht Jean-Daniel Gerber, Präsident von Swiss Sustainable Finance, noch grossen Handlungsbedarf. "Noch gibt es keine einheitliche Definition, was ein nachhaltiges Investment überhaupt ist!"

Neben finanziellen Aspekten kommt insbesondere auch der Technologie eine entscheidende Rolle als Treiber und Katalysator von Veränderungen zu. So war die Digitalisierung Thema verschiedener Redner. Prof. Lino Guzzella, Präsident der ETH Zürich, lenkte die Aufmerksamkeit auf den Bausektor, der sich bislang wenig innovativ gezeigt hätte. Nun komme dank der Digitalisierung und 3D-Druck Bewegung in diese Branche. Siegfried Gerlach, Siemens-CEO der Schweiz, erläuterte die vier Hebel seines Konzerns: Energieeffizienz, dezentrale Energieversorgung, Einsatz von grünem Strom und die Modernisierung der eigenen Fahrzeugflotte. Bis 2030 will der Konzern dank modernster Technik C0²-neutral arbeiten. Die Digitalisierung verändere die Arbeitswelt stark, betonte Hans C. Werner, Mitglied der Geschäftsleitung Swisscom und mahnte die Bereitschaft zu einer permanenten Veränderung und dem Überschreiten der eigenen Grenzen an.

Das Swiss Green Economy Symposium ist ein bedeutender Wirtschaftsgipfel in der Schweiz zum Thema Nachhaltigkeit. Grundpfeiler sind die Sustainable Development Goals 2030 der Vereinten Nationen (UN). Sie beinhalten insgesamt 17 Haupt- und 169 Unterziele, die der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Dimension von Nachhaltigkeit in ausgewogener Weise Rechnung tragen. Mehr Informationen hierzu im Factsheet.

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