Rückblick: asut-IoT-Konferenz

IoT in der Realität angekommen

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Eines wurde am IoT-Kongress klar: Zur schnelleren und systematischeren Digitalisierung der Schweiz braucht es eine umfassendere Vernetzung von alltäglichen Gegenständen. Das Internet der Dinge (IoT) ist zwar in der Praxis angekommen, steckt in vielen Bereichen aber immer noch in den Anfängen. Nach rund fünf Jahren der Euphorie scheint es an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen. schaffen

Schweizer Unternehmen und Verwaltungen starteten bereits früh mit der Digitalisierung. Dank hochstehender ICT sind die Menschen in unserem Land untereinander und mit ihrer Umwelt voll vernetzt. Politik und Wirtschaft setzen voll auf die Digitalisierung, um die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand der Schweiz zu sichern. Gefordert sind Innovation, Unternehmergeist, Investitionen und breiter Konsens bei verlässlichen politischen Rahmenbedingungen – die klassischen Stärken unserer Volkswirtschaft also schaffen dafür ein passendes Umfeld.
Für asut-Präsident Peter Grütter ist IoT längst Realität – ob nun der Parkassistent im Auto oder künftig selbstfahrende Fahrzeuge. IoT entwickelte sich in den letzten fünf Jahren fast unbemerkt zum Alltagsfaktum. Aber erst 5G bringe die dringend nötigen Kapazitäten für die zunehmende Vernetzung von Infrastrukturen, Maschinen oder Geräten, so Grütter.


IoT und 5G
Gerade die Einführung von 5G scheint die Schweiz aber zu spalten: Eine investitionsbereite Wirtschaft stösst auf erbitterte Strahlenschutzgegner, diesbezüglich zurückhaltende National- und Ständeräte (die im Herbst ja wiedergewählt werden wollen) schweigen im Zweifelsfall lieber und ein zunehmend entkoppelt wirkender Bundesrat überlässt die Diskussionen gerne den gesetzgebenden Kantonen. So überraschte es nicht, dass auch der amtierende BAKOM-Direktor Philipp Metzger in seinem Vortrag zwar die smarte Schweiz  zelebrierte, das Thema NISV (Verordnung über nicht-ionisierende Strahlung) im Vortrag aber ebenso smart umschiffte. Darauf angesprochen, erklärte er wortreich, dass die Schweiz halt vorsichtiger agiere als andere Länder. Metzger blendete aus, dass die 5G-Betreiber deutlich mehr Sender aufstellen müssen, um eine brauchbare Flächendeckung zu bieten, was ihnen hohe Zusatzkosten beschert und dem effektiven  Strahlenschutz wohl kaum dient. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in unserer ET-Ausgabe Mai.