EIT.swiss: Zusammenfassung AIE-Bericht

Ein Blick auf die europäische Elektrobranche

(Bild: iStock.com)
EIT.swiss /

Der Europäische Verband der Elektrobranche European Association for Electrical Contractors (AIE) hat einen Bericht über den Zustand der Branche veröffentlicht. Er liefert einen Überblick über Entwicklung und Stand der Branche in allen europäischen Ländern. Der Schweizer Branchenverband EIT.swiss hat die wichtigsten Fakten zusammengefasst.

Kennzahlen
Der Jahresumsatz der europäischen Elektrobranche beläuft sich auf 200 Milliarden Euro. Das entspricht 15% der gesamten Bauwirtschaft.
Es gibt schätzungsweise 1,8 Millionen Fachleute, die von Elektrounternehmern beschäftigt werden. Das bedeutet, dass jeder 134. berufstätige Europäer in der Branche beschäftigt ist.
Schätzungsweise 300 000 Unternehmen sind in der Branche tätig. Die meisten sind KMU und haben durchschnittlich 6 Mitarbeiter.
Im Durchschnitt wird der Umsatz gleichmässig auf die verschiedenen Marktsegmente verteilt, die den Elektroinstallateuren zur Verfügung stehen (Wohnen, Nichtwohnungsbau, Infrastruktur) und zwischendurch Neubau und Renovierung einerseits sowie Wartung und Service andererseits. Länderspezifische Zahlen weichen jedoch von diesem Trend ab und können durch die nationale Gesetzgebung erklärt werden. Merkmale wie z. B. der regulatorische Kontext, Schwerpunkt auf Klimaschutzmassnahmen, grosse Investitionen oder nationale technologische Trends sind hier ausschlaggebend.

Wichtige Trends
Durch die Arbeit an Elektroinstallationen ist die Branche in der Lage, von aktuellen und wachsenden Klimaschutzmassnahmen sowie von der Energiepolitik zu profitieren. Dies hat zu einer Differenzierung des Wachstums im Vergleich zur Rest des gesamten Bausektors geführt.
Vor allem dezentrale und grüne Technologien treiben das Wachstum in unserer Branche an. Diese werden wiederum durch den günstigen politischen Kontext gestützt.
Der Trend der Digitalisierung entfaltet immer mehr Wirkung und verändert im Zusammenspiel mit den obengenannten Technologien Installationen und Arbeitsprozesse.
Die traditionellen Fähigkeiten der Branche entwickeln sich mit der Digitalisierung schnell weiter. Immer vielfältigere Fähigkeiten, insbesondere digitale Kompetenzen werden benötigt.
Es gibt einen Wechsel vom Arbeiter zum Angestellten. Dies führt zu Fachkräftemangel, Fehlbesetzungen sowie «Engpassleerstellen».
Bildungsprogramme müssen dynamisch aktualisiert werden, um mit den Anforderungen des Arbeitsmarkts Schritt zu halten.

Den vollständigen englischen AIE-Bericht finden Sie auf:

EIT.swiss