Lösungen Regeln der Technik (September 2016)

Unser Stromweltsponsor dieser Ausgabe:

Aufgabe 1

Nein. Die NIN 2015 trat am 1. Januar 2015 in Kraft. Alle Installationen, die sich am 1. Januar 2015 in Ausführung befanden, konnten nach der vorangehenden Norm erstellt werden. Dasselbe galt für Installationen, die der Netzbetreiberin bis spätestens 31. Dezember 2014 mit der Installationsbewilligung gemeldet wurden. Werden nachträglich z.B. Änderungen oder Erweiterungen ausgeführt, muss die zu dem Zeitpunkt gültige NIN eingehalten werden.

Aufgabe 2

  • VSE Verband Schweizerischer Elektrizitätswerke
  • VSEI Verband Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen
  • SUVA Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
  • ESTI Eidgenössisches Starkstrominspektorat
  • VKF Vereinigung Kantonale Feuerversicherung

Aufgabe 3

Aussenleiter
Aussenleiter
PEN-Leiter
PEN-Leiter
Schutzleiter
Schutzleiter
Neutralleiter
Neutralleiter

Aufgabe 4

  • Isolieren (Basisisolierung)
  • Abdeckungen
  • Umhüllungen
  • Hindernisse
  • Anordnung ausserhalb des Handbereiches
    Achtung: Anwendung nur eingeschränkt zulässig!

Aufgabe 5

  • automatische Abschaltung der Stromversorgung im Fehlerfall
  • doppelte oder verstärkte Isolierung
  • Schutztrennung für die Versorgung eines einzelnen Verbrauchsmittels
  • Kleinspannung SELV oder PELV

Aufgabe 6

Schutzklasse I
Schutzklasse I
Schutzklasse II
Schutzklasse II
Schutzklasse III
Schutzklasse III

Aufgabe 7

Mit dem Schutz-Potenzialausgleich sollen Körper von Betriebsmitteln und fremde leitfähige Teile auf gleiches oder annährend gleiches Potenzial gebracht werden. Bei der heutigen Bauweise erfolgt die Wassereinführung vermehrt mit einem Kunststoffrohr, so dass eine Überbrückung der Wasseruhr hinfällig wird.

Aufgabe 8

  • Hauptschutzleiter 35mm2 Cu
    Bis 16 mm2 gleich wie Aussenleiterquerschnitte angeschlossen am Anschlussüberstromunterbrecher, danach > 50 % der Aussenleiterquerschnitte.
  • Erdungsleiter 35 mm2 Cu
    > 50% der Aussenleiterquerschnitte angeschlossen am
    Anschlussüberstromunterbrecher, aber mind. 16 mm2 Cu und i.d.R. nicht grösser als
    50 mm2 Cu.
  • Schutz-Potenzialausgleichsleiter 16 mm2 Cu
    > 50% des Hauptschutzleiters, aber mind. 6 mm2 Cu (mit Blitzschutzanlage mind.
    10 mm2 Cu) und muss nicht grösser als 16 mm2 Cu sein.
  • Fundamenterder aus Kupferrunddraht 8 mm

Aufgabe 9

a) IPX4 (spritzwassersicheres Material)

b) IP5X (staubgeschütztes Material)

c) IPX5 (strahlwassersichers Material)

d) IP6X (staubdichtes Material)

Aufgabe 10

A = 1.6 m
B = 2.6 m
C = 1.75 m

Aufgabe 11

Die Person muss durch Elektrofachkräfte ausreichend über ihre übertragenen Aufgaben informiert worden sein. Dazu gehört auch das Erkennen und Vermeiden von Risiken und möglichen Gefahren durch die Elektrizität. Ersetzen von NHS → z.B. Abwart in einem Schulhaus.

Aufgabe 12

Die Lampe muss mind. 0.5 m Trennungsabstand zur angestrahlten brennbaren Fläche haben.

Aufgabe 13

Selektivität bedeutet, dass beim Auftreten eines Fehlers in einem elektrischen Stromkreis nur diejenige Schutzeinrichtung anspricht und den Stromkreis unterbricht, welche sich unmittelbar vor der Fehlerstelle befindet. Im dargestellten Fall darf F2 max. 25 A betragen.

Aufgabe 14

Es ist nicht erkennbar, welcher Neutralleiter inkl. Neutralleitertrenner zu welchem Stromkreis gehört. Die Neutralleitertrenner sind so anzuordnen, dass ihre Zugehörigkeit zum betreffenden Stromkreis klar erkennbar ist. Falls dies nicht der Fall ist, muss eine entsprechende Bezeichnung dafür sorgen.

Aufgabe 15

Die Installation ist so nicht erlaubt. Bei der T13 Steckdose handelt es sich um eine freizügig verwendbare Steckdose. Damit die Unverwechselbarkeit durchgängig gewährleistet ist darf, ausser ein Ein- und Ausschalten, die Spannung von 230 V nicht reduziert werden. Je nach 230 V Verbraucher besteht die Gefahr, dass bei Unterspannung Beschädigungen auftreten. Um dem Kundenwunsch gerecht zu werden, könnte man die T13 Steckdose mit einer anderen Steckdose ersetzen, wo das Steckdosenbild keine freizügige Verwendung mehr ermöglicht.

Aufgabe 16

Die Verfügbarkeit der gesamten Anlage wird erhöht und in bestehenden Anlagen, wo RCDs fehlen, lässt sich der zusätzliche Schutz relativ einfach realisieren (z.B. bei TN-C).

Aufgabe 17

Nein, selbstverständlich macht es aber Sinn, sich so gut es geht an diese Zonen zu halten. Primär geht es bei den Installationszonen aber um die Verlegeart, wo die Leitungen ohne Rohre direkt unterputz installiert werden.

Aufgabe 18

Der vorgeschaltete RCD muss vom Typ S (selektiv) sein und der Bemessungsdifferenzstrom IΔn muss mindestens das 3-fache des nachgeschalteten RCD betragen.

Aufgabe 19

Empfohlen: für den spezifischen Widerstand 0.01855 Ωmm2/m (ρ bei 35°C Leitertemperatur) verwenden: l = 28.6m

Aufgabe 20

  • Sichtkontrolle → Kenndaten
  • betätigen der Prüftaste
  • Messen der Durchgängigkeit des Schutzleiters
  • Messen der geforderten Abschaltzeit

Aufgabe 21

  • baubegleitende Erstprüfung
  • betriebsinterne Schlusskontrolle
  • Abnahmekontrolle
  • Wiederkehrende Prüfung → periodische Kontrolle
  • Stichprobenkontrolle

Aufgabe 22

Bei der Schleifenimpedanzmessung geht es grundsätzlich darum den Nachweis zu erbringen, dass die vorgeschaltete Schutzeinrichtung im Fehlerfall innerhalb der geforderten Zeit den fehlerhaften Stromkreis von Netz trennt. Dies setzt voraus, dass ein entsprechend hoher Fehlerstrom fliesst. Mit zunehmendem Abstand zum Einspeisepunkt nimmt der Schleifenwiderstand zu und demnach der max. mögliche Fehlerstrom ab. Folge dessen ist die entfernteste Stelle eines Stromkreises zur Einhaltung der Auslösezeit kritischer.