15. Nationale Photovoltaik-Tagung 2017 in Lausanne

Zwischen Realität und Vision

Die Photovoltaik als wichtiger Pfeiler der Energiestrategie 2050 wurde am Branchentreffpunkt in Lausanne verdeutlicht.
Hansjoerg Wigger /

Die Photovoltaik-Branche ist sich ihrer verantwortungsvollen Aufgabe bewusst: Mit der grossen Bedeutung in der künftigen Energiewelt wird ihr Leistungsausweis immer wichtiger. An der vergangenen Photovoltaik-Tagung in Lausanne lobte man die erreichten Resultate in Forschung und Praxis, verschwieg aber nicht die noch immer vorhandenen Hemmnisse für die Branche und für die Energiezukunft der Schweiz.

Solarpioniere finden, dass der Blick auch auf den Verbrauch gerichtet werden muss und nicht nur auf die Produktion. Dies sieht auch Bertrand Piccard so: «Es kommt mir vor als sitzen wir in einer Badewanne mit offenem Abflusszapfen und drehen am Wasserhahn, statt den Abfluss zu stoppen. Mit reduziertem Verbrauch in allen Sektoren geben wir den erneuerbaren Energien eine echte Chance.» Mit Sonnenenergie hat er die Erde umflogen, mit technologischer Unterstützung der ETH Lausanne den Solar Impulse bauen können und damit die Begeisterung der Solarpioniere gewonnen. Über 500 Teilnehmende trafen sich an der 15. Photovoltaik-Tagung im vergangenen März in Lausanne und diskutierten Aspekte des beim Solarstrom vorliegenden Spannungsfeldes.

Einmal mehr beeinflusste eine wichtige Volksentscheidung diese traditionelle, nationale Zusammenkunft. Denn die Photovoltaik stellt eines der Kernthemen der Energiestrategie 2050 und der damit verbundenen Stromwende dar. So mochte es nicht verwundern, dass engagierte Stellungnahmen zu hören waren. Dabei ergeben sich Ähnlichkeiten zu dem solaren Flugabenteuer von Bertrand Piccard, bei dem es nicht primär um den Beweis eines Einmann-Transports mit Solarkraft ging, sondern um die globale Übermittlung der Botschaft: Mit Sonne ist unsere Energieversorgung machbar! Diese Tatsache gilt auch für die Energiezukunft der Schweiz. «Die Sonne könnte der Bannerträger einer Energierevolution sein», meinte Piccard.

Die Gegenwart ist jedoch geprägt von einerseits ernüchternden Fakten und von für die Branche ärgerlichen Hemmnissen, anderseits sind zahlreiche Aktivitäten hoffnungsweckend und zielführend. Denn die Photovoltaik ist in der Energiewelt angekommen – sogar in jener der Schweiz. Bereits knapp 3% des Strombedarfs stammen heute aus den rund 70 000 Photovoltaik-Anlagen (PV). Rund 20% sollen es dereinst sein, dank der Energiestrategie 2050. Einen entscheidenden Schub wird vom ersten Massnahmenpaket erwartet, über welches das Schweizer Stimmvolk am 21. Mai entscheidet.

Mehr dazu in der neusten ET Ausgabe ET 5/2017.

Herkömmlicher Verkaufsprozess

Digital integrierter Verkaufsprozess. Dieser ermöglicht Zeitersparnis und höhere Qualität beim Ausarbeiten von Offerten für PV-Anlagen. (Referat Matthias Wiget, www.eturnity.ch)

Offertunterlagen1

Offertunterlagen2

Referate und Präsentationen (www.swissolar.ch/pv2017)