Nachhaltige Energie

«Powered by Ökostrom» - Nachhaltigkeit ist in Mode

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Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein prägen das Konsumverhalten der Europäer in immer stärkerem Mass. Nicht nur «Bio» gehört mittlerweile wie selbstverständlich in die Einkaufskörbe vieler Verbraucher. Auch der Bezug von Ökostrom gewinnt als Faktor in der Nachhaltigkeitskette zunehmend an Bedeutung.

Nachhaltigkeit ist für immer mehr Menschen ein wichtiges Thema und bereits jetzt ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Sauberer Strom aus erneuerbaren Energien spielt dabei eine Schlüsselrolle.

 

Mobilität und Klimaschutz dank Grünem Strom
Erneuerbare Energien machen Jahr für Jahr einen immer grösseren Anteil an der Energieversorgung aus - auch in der Mobilität. Als CO2-neutral und damit umweltfreundlich galt bisher nur der Veloverkehr. Solarmobile mit alternativen und umweltschonenden Antrieben stecken noch im experimentellen Stadium und sind für den Massenverkehr noch ungeeignet. Dafür tut sich etwas bei den (Elektro-)Motorfahrzeugen. Der Energie- und Mobilitätsfachmann Peter de Haan schätzt, dass Elektroautos bis 2025 massentauglich sein werden; öffentliche Busse könnten bereits heute weitgehend elektrifiziert werden. Doch es gibt noch viel zu tun, etwa beim Ausbau der Infrastruktur, damit Nutzer von Elektroautos ausreichend Ladestationen vorfinden.

Verschiedenen Studien zufolge setzt die Produktion der Batterien für Elektroautos ausserdem klimaschädliches CO2 frei. Dennoch kommen Experten zu dem Schluss, dass die Klimabilanz deutlich zu Gunsten des Elektroautos ausfällt, besonders, wenn zertifizierter Ökostrom getankt wird.

Elektromobilität ist nur in Kombination mit Ökostrom wirklich sinnvoll. Der normale Schweizer Strommix reicht nicht aus, um das Gewissen beim Fahren von Elektroautos zu erleichtern, da in ihm auch der Strom aus fossilen Brennsoffen und Atomstrom enthalten ist. Deshalb haben sich bereits einige Initiatoren verschiedener E-Mobilitätsprojekte die Verwendung von (regionalem) Ökostrom zum Ziel gesetzt. Ausserdem können Fahrzeughalter mit dem Erwerb einer Ökostrom-Vignette sicherstellen, dass eine bestimmte jährliche Kilometerleistung ihres Elektromobils garantiert mit dem Ökostrom des Schweizer Qualitätslabels «naturemade star» gedeckt wird.

 

Nachhaltigkeit auch in der Mode: «Green Fashion» im Aufwind
Auch Kleidung wollen die Verbraucher mit einem möglichst reinen Gewissen kaufen. Zwar haftet Mode immer noch ein schnelllebiges und oberflächliches Image an, doch Nachhaltigkeit setzt sich auch in dieser Branche langsam, aber sicher durch. Deshalb setzen viele Modeunternehmen auf «Green Fashion». Dabei handelt es sich um einen ganzheitlichen Ansatz, der die ressourcenschonende Produktion von Waren, einen fairen Umgang mit Mitarbeitern und eine umweltfreundliche Müllentsorgung und Recycling beinhaltet.

Der Anbieter Emilia Lay zum Beispiel hat das Label «Green Cotton» lanciert, das auf dem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz gründet. Kunden können sich hiermit unter anderem in haut- und umweltfreundliche Stücke aus Bio-Baumwolle kleiden. Andere Modemarken wie MUD Jeans haben sich komplett der Eco-Fashion verschrieben. Die nachhaltige Jeansmarke steht für die Rückbesinnung auf die ursprüngliche Langlebigkeit der Jeans, ohne deren Ästhetik aus den Augen zu verlieren. Bei MUD Jeans können die Kunden eine umweltverträgliche Jeans kaufen oder leihen oder ihre ausgetragene Hose dem Recycling-Kreislauf wieder zuführen. 

Green Fashion zeigt also, dass sich Ästhetik und Umweltbewusstsein keineswegs ausschliessen müssen und Eco-Mode längst ihren angestaubten «Öko-Muff» losgeworden ist.

 

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