Optimierung von PV-Anlage durch Windgenerator

Hohe Autarkie dank Windanlage

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Photovoltaikanlagen können durch einen vom Wind angetriebenen Generator erweitert und die Energie in einer Batterieanlage gespeichert werden. So kann unabhängig von der Sonnenenergie am Tag und bei Nacht die windabhängige Produktion genutzt werden. In der Gesamtheit wird so fast über das ganze Jahr eine hohe Autarkie, das heisst Unabhängigkeit von der externen Energieversorgung durch den Stromlieferanten, erreicht.

Im Jahre 2009 wurde im Ferienhaus auf den Eggbergen oberhalb Altdorf auf 1616 m. ü. M. eine Photovoltaikanlage (PV) sowie eine Warmwassersolaranlage installiert. Der elektrische Jahres-Energiebedarf für das Haus inkl. Sauna betrug im Jahre 2017 5470 kWh. 2510 kWh produzierte die PV-Anlage (Grösse 2,4 kWp). Davon wurden 1310 kWh direkt im Ferienhaus genutzt und 1200 kWh an das energieliefernde Werk (Elektrizitätswerk Altdorf; EWA) rückgeliefert. Bei diesem wurden über das ganze Jahr 4160 kWh bezogen. Der PV-Produktionsanteil betrug somit 61 %. Der hohe Lieferanteil des EWA, dessen Stromkosten pro bezogene kWh inkl. Zählergebührenanteil für das Objekt 23 Rp betragen, soll reduziert werden.
Es ist eine höhere Eigenproduktion anzustreben, welche direkt im Haus genutzt wird, weil die Rückvergütung durch den Energielieferanten für Energie-Rücklieferung zur Zeit nur 9,8 Rp. beträgt.

Im Zusammenhang mit der PV-Anlageinstallation wurden die gesamten elektrischen Einrichtungen optimiert. So wurden die Beleuchtungen auf LED umgerüstet, die Anschlusswerte der elektrischen Heizungen reduziert und die elektrische Warmwasseraufbereitung durch einen 500 Liter Solarboiler ersetzt. Die elektrischen Anschlusswerte reduzierten sich dadurch um ca. 32 %. Seit 2017 wird in einem zusätzlichen Batteriespeicher von 9,2 kWh die überschüssige Energie gespeichert und kann so bei Bedarf im Haus genutzt werden. Bis anhin wurde der Speicher nur durch die Energie der PV-Anlage, abhängig von der Sonneneinstrahlung, gespeist. Die Möglichkeit, auch Windenergie elektrisch zu nutzen war seit längerer Zeit eine Option. Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen ET-Ausgabe.