Stromverbrauch in Serverräumen und Datacentern

Effizienz steigern und Verbrauch reduzieren

/

Rechenzentren benötigen drei Prozent des gesamten Elektrizitätsverbrauchs der Schweiz. Es lohnt sich, da etwas genauer hinzuschauen, um die Sparpotenziale zu erkennen.

Die Rechenzentren sind für etwa drei Prozent des gesamten Elektrizitätsverbrauchs der Schweiz verantwortlich. Das ist eine relevante Grösse. Die Standortattraktivität für Datenspeicherung dürfte wohl diesen Markt auch in Zukunft noch weiterwachsen lassen.

In Datacentern, wie die Rechenzentren auch genannt werden, sind kritische Unternehmensdaten gespeichert, laufen Unternehmensanwendungen wie Enterprise-Resource-Planning-Systeme (EPR), die ganze Unternehmensprozesse abbilden. Auch Speicherfarmen für Clouddienstleistungen sind ein wichtiges Marktsegment geworden. Auch Banking-Systeme für Börsen- und Wertschriftenhandel, ein Geschäft, das fast täglich mit der Sonne um den Erdball wandert, benötigt intensiv IT-Technologien und Vernetzung. Und dann sind noch die Netzwerkinfrastrukturen der Telekommunikationsunternehmen mit ihren WAN-Multiplexern, Netzwerkservern und Routern, die auch ununterbrochen Strom benötigen. Mit der Umstellung auf All-IP dürfte auch hier ein weiterer Schub zu erwarten sein. Nicht zuletzt führt die Digitalisierung der Medien zu grossen Veränderungen, die von einem gewaltigen Speicherhunger begleitet werden. Alle diese Anwendungen sind hochgradig vulnerabel in Bezug auf Stromausfälle und brauchen daher sichere und zuverlässige Stromversorgungssysteme, die heute nur mit redundanten batterie-gestützten unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USV) und Dieselnotstromgeneratoren sichergestellt werden können. Die heisse Redundanz setzt im Wesentlichen sorgfältig geplante Überdimensionierung voraus, was besonders bei älteren Systemen zu energetisch ungünstigen Arbeitspunkten führt. Es tönt etwas pathetisch: Alles was in einem Rechenzentrum physikalisch produziert wird, ist letztlich Wärme, und zwar vollständig. Diese Wärme muss abgeführt, also gekühlt werden. Auch da redundant, allerdings nicht ganz ohne Unterbrechung, aber mehr als Minuten können auch da nicht toleriert werden. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in unserem Bericht im Heft Nr. 12/2019.