Smart Home

Das grosse Potenzial des smarten Wohnens

Volker Richert /

Es liegt auf der Hand, dass ein Smart Home mit maximaler Wirtschaftlichkeit und hohe Nutzungsvariabilität überzeugen muss. Doch was in anderen Industrien längst Alltag ist, fristet beim Wohnen noch ein Nischendasein.

Ein Vergleich mit dem Auto zeigt, welchen Weg das intelligente Wohnen noch vor sich hat und welche  Potenziale im Smart-Home-Markt schlummern: Jedes Auto hat heute elektrische Fenster, Rückfahrkamera und Klimaanlage, doch daheim kurbeln viele ihre Jalousien noch von Hand hoch und runter. Willi Burkhalter, der als Verkaufsingenieur und Product Manager Building Automation bei der in Domdidier ansässigen Wago Contact das Smart-Home-Business verantwortet, umreisst damit zugleich, warum für das smarte Wohnen wie in der Fahrzeugindustrie mit der Reduzierung elektrischer und thermischer Energie genauso geworben wird wie mit Komfortgewinnen, die über individuelle, effiziente und aufeinander abgestimmten Automationskonzepte erreicht werden können.

Jedenfalls sind die Voraussetzungen für die Expansion des Markts unübersehbar. Es existiert eine breite Palette an Techniken und Endgeräten, die das Wohnen smarter zu machen versprechen. Gleichwohl schätzt Burkhalter das intelligente Wohnen derzeit noch als Randerscheinung ein, doch sei sie auf dem Vormarsch und ihre Anteile würden stetig zunehmen. Mit dieser Einschätzung steht der Wago-Spezialist nicht allein. So erklärte erst kürzlich Simon Honegger, Projektleiter bei der 20-köpfigen Honegger Elektro Telecom in Wald, dass man komplette Smart Homes derzeit allenfalls in jedem zehnten Neubau realisiere und die Umrüstung von Mietwohnungen momentan noch weniger ein Thema sei. Wobei auch der Praktiker aus dem Zürcher Oberland registriert hat, dass in den letzten zwei Jahren die Bereitschaft gewachsen ist, für die Realisierung eines Komplettsystems mehr als traditionell in die Elektroinstallationen beim Hausbau zu investieren. Aber Honegger hält auch fest, dass noch eine Diskrepanz zwischen den Aussagen der Technologieanbieter und dem Alltagsgeschäft der Elektroinstallateure vor Ort besteht. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der aktuellen ET-Ausgabe ab Seite 16.

Kategorie: Intelligentes Wohnen
Stichworte:ICT