Grätzel-Zellen: Strom produzieren mit Hilfe von Erdbeeren

Dennis M. Härtig am 04.06.2010

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Silizium für Solarzellen? Viel zu teuer! Warum nimmt man nicht einfach Solarzellen mit organischen Farbstoff-Molekülen? Die funktionieren ähnlich wie Pflanzenblätter: Während der Photosynthese wird über das Blattgrün Licht aufgenommen und aus den freien Elektronen die Energie gewonnen. Bei der so genannten Grätzel-Zelle werden die Elektronen allerdings über ein leitendes Material abgeführt und produzieren dadurch Strom. Der Farbstoff bei den Grätzel-Zellen kann alles sein - Erdbeeren, grüne Blätter und selbst Früchtetee lässt sich auf die Zellen packen. Inzwischen soll sogar Sony an dieser recht kostengünstig herzustellenden Solarzelle interessiert sein - und packt sie auf das Display eines Mobiltelefon-Prototypen. Bleibt zum Schluss die Frage: «Wer hats erfunden?» «Die Schweizer!» - wer denn sonst? Und in dem Fall war es der Chemiker Michael Grätzel von der ETH Lausanne. Das Patent für diese Zellen meldete er übrigens schon 1992 an - in der kommenden Woche erhält Grätzel für seine Erfindung den finnischen Millennium-Technologiepreis der Teknillisten Tieteiden Akademie.weiter lesen

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