ETH-Professor Guzella: Atomausstieg wird im Portemonnaie weh tun

Dennis M. Härtig am 06.06.2011

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Der Tages-Anzeiger hat in einem Interview vom 1. Juni 2011 ETH-Professor Lino Guzella nach seiner Meinung zum Atomausstieg befragt. Seine einhellige Meinung ist, dass der vom Bundesrat beschlossene Atomausstieg für 2039 nur dann wirklich machbar wird, wenn jeder von uns verzichten bzw. einsparen kann. Es müsse auf jeden Fall Strom gespart werden, weil dieser ohne den Atomstrom massiv teurer werde, so Guzella. Der ETH-Professor rechne damit, dass die von einigen Leuten propagierten Strom-Mehrkosten von 120 bis 180 Franken pro Person und Jahr gegenüber dem Jahresniveau 2011 viel zu gering angesetzt sind. Er gehe davon aus, dass man mit mindestens 500 Franken pro Person an Strommehrkosten rechnen müsse. Das ganze Interview mit Professor Lino Guzella haben wir für Sie in unserer Box verlinkt ... weiter lesen

Elektrizität aus Meeresströmung effizienter als Windenergie?

Dennis M. Härtig am 07.02.2011

Illustration: Sintenergy

Das auf Umwelttechnologien spezialisierte Firmenkonsortium SintEnergy Ltd. hat in Zusammenarbeit mit der Università di Calabria ein neuartiges Meeresströmungskraftwerk entwickelt. Auf der in der Meerenge von Messina errichteten festen Experimentierstation Punta Pezzo sollen die im Labor und im Windkanal simulierten Parameter jetzt auf ihre Alltagstauglichkeit untersucht werden. Auf der Insel ist ein beweglicher Tragarm montiert, welcher eine oder mehrere Turbinen enthält. Diese nutzen die Meeresströmung zur Umwandlung in elektrische Energie. Die Grösse der Turbinen kann den jeweiligen Strömungsverhältnissen angepasst werden. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Anlagen gibt es keine negativen Auswirkungen auf die umliegende Fauna und Flora, heisst es. Der erzeugte Strom könne zudem ohne am Meeresgrund verlegte Kabel und ohne die Entstehung von Magnetfeldern an Land geleitet werden.weiter lesen

Schweizer Stromversorgung: Axpo will rasch zwei neue Kernkraftwerke

Dennis M. Härtig am 21.05.2010

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Der Schweizer Stromkonzern Axpo rechnet mit Engpässen in der Stromversorgung im Winter und generell ab dem Jahr 2020. Das schreibt die Aargauer Zeitung in ihrer Ausgabe vom 21. Mai. Aus diesem Grunde fordere der Konzern energisch, dass möglichst rasch zwei neue Atomkraftwerke gebaut würden um der sogenannten «Stromlücke» entgegenzuwirken. Politiker und Umweltverbände tun dies jedoch als «Angstmacherei» ab und werfen dem Energieversorger vor, «die Trendwende zur Windkraft verschlafen zu haben». So investiere Axpo nur etwa 3 Milliarden Franken in Windkraft - hingegen aber mindestens 20 Milliarden in Atomkraft.weiter lesen

Mittwochs-Tüftelei: Strom erzeugender Schuh vorgestellt

Dennis M. Härtig am 28.04.2010

(Bild: Louisiana Tech University)

Während eines Spaziergangs oder beim Joggen Strom erzeugen? Ab jetzt kein Problem mehr, denn ein Professor an der Louisiana Tech University hat einen Schuh entwickelt, der mithilfe eines kleinen Generators in der Sohle elektrische Energie erzeugen kann. Dank einer speziellen Schaltung kann der Schuh eine Spannung von etwa 3 Volt erzielen, was beispielweise das Laden von Akkus oder das Betreiben von kleinen Elektrogeräten ermöglicht. Das Prinzip: Die beim Gehen gewonnene so genannte piezoelektrische Ladung wird in Strom umgewandelt. Dieser kann dann beispielsweise für die Energieversorgung von Funksensoren oder GPS-Empfängern dienen, welche im Notfall dem Schuhträger das Leben retten können.weiter lesen

Stromausfall: Licht aus und zappenduster in Lausanne

Dennis M. Härtig am 23.02.2010

Grosser Stromausfall am Montag abend: Alles schwarz in Lausanne

Stromausfall in Lausanne am Montag abend: In der viertgrössten Schweizer Stadt gingen um 20.30 Uhr (nicht nur) die Lichter aus. Zwei grosse Knalle und zwei kaputte Transformatoren - das war der Auslöser für den mehrstündigen Stromausfall in der Stadt am Genfersee. Menschen blieben in Liften stecken, Autos kamen aus Parkanlagen nicht mehr heraus - kurzum, der Stromausfall zeigte, wie abhängig die Menschen von der Elektrizität sind. weiter lesen

Power über Stromschiene oder Kabel?

Dennis M. Härtig am 19.01.2010

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Die Problemstellung ist dabei immer die Gleiche. Grosse Leistungen und die damit verbundenen grossen Stromstärken müssen von einer Niederspannungs-Hauptverteilung in einer Trafostation zu einer Unterverteilung «transportiert» werden. Der Energiebedarf in Industrieanlagen steigt ständig an. Gleichzeitig müssen die verschiedenen Anlagenteile in immer kürzerer Zeit erschlossen werden. Durch die gültigen Normen (NIN usw.) sind dabei klare Richtlinien gegeben. Für Verteilnetze und Energietransport steht zudem immer weniger Platz zur Verfügung. Leitungskanäle und Steigtrasse werden ständig kleiner, beziehungsweise werden für mehrere Medien benutzt. Welches also ist das ideale Energietransportsystem? Der Artikel von Marcel Schöb gibt eine Antwort.weiter lesen

Osmose: Was geplatzte Kirschen mit der Stromproduktion verbindet

Dennis M. Härtig am 18.11.2009

Kirschen, Würstchen und Norwegen haben eines gemeinsam - nämlich das Phänomen der Osmose. Das was Kirschbauern kurz vor der Ernte so fürchten, nutzen jetzt die Norweger zur Produktion von Strom. Darüber berichtete kürzlich die NZZ am Sonntag. In Tofte am Oslofjord wird am 24. November der erste Prototyp eines Osmose-Kraftwerkes (auch Salzkraftwerk genannt) eröffnet. Die Anlage soll zunächst zwei bis vier Kilowatt produzieren (soviel, wie etwa eine Kaffeemaschine braucht), insgesamt rechnet man in Norwegen aber mit einem Potenzial von 12 Terawattstunden (TWh), was etwa einem Zehntel des norwegischen Gesamtverbrauchs pro Jahr entspricht. Mit dem Start eines kommerziellen Osmose-Kraftwerk rechnen die Norweger im Jahr 2015. weiter lesen

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