Etwa drei Milliarden Franken investiert der Energieversorger Alpiq in den kommenden vier Jahren in neue Wind- und Wasserkraftanlagen im In- und Ausland. Das gab Konzernchef Giovanni Leonardi am 24. März an der Jahresmedienkonferenz des Unternehmens in Zürich bekannt. Allein eine Milliarde wird für ein neues Pumpspeicherkraftwerk im Wallis verwendet - Nant de Drance soll 2015 mit einer Leistung von 600 Megawatt ans Netz gehen, geplant ist eine Leistungserhöhung auf 900 Megawatt.
Die Investitionen in erneuerbare Energie kommt nicht von ungefähr. Bis 2020 will der Bund die CO2-Emissionen um mindestens 20 Prozent senken. Die trotzdem benötigte Energie soll daher vermehrt aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Und von den veranschlagten 5,4 Milliarden Kilowattstunden aus der erneuerbaren Energie - rund 10 Prozent des heutigen Stromverbrauchs – will Alpiq künftig ein Drittel liefern. Doch Sonnen- und Windenergie sind witterungsabhängig und damit auch schwankungsbehaftet. Deshalb investiere man vermehrt in Wasserkraft, um so die Stromlastspitzen besser glätten zu können. Denn Wasser sei in der Regel immer da, so Leonardi an der Konferenz.
Weiterführende Informationen
- «Alpiq ist zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2009», Pressemitteilung der Alpiq vom 24. März 2010
- «Alpiq setzt auf Wind und Wasser», von Sven Millischer, Aargauer Zeitung vom 25. März 2010, Seite 11 (als PDF)



