Das ist zumindest die Einschätzung der Aargauer Zeitung als Reaktion auf die neuesten Zahlen des BFE. Am Mittwoch hatte das Bundesamt für Energie BFE die Zahlen zum Schweizer Stromverbrauch im Jahr 2010 bekannt gegeben. Demnach verbrauchte die Schweiz so viel Strom wie nie zu vor - vier Prozent mehr, als im Jahr 2009. In Zahlen ausgedrückt heisst das, dass wir Schweizerinnen und Schweizer insgesamt 59,8 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom verbrauchten. Die einheimischen Kraftwerke erzeugten 66,3 Mrd. kWh - und konnten somit einen Überschuss erzielen, welcher ins Ausland exportiert wurde.
In einem Kommentar dazu schreibt AZ-Redaktor Sven Millischer, dass die von den Elektrizitätswerken erhobene Grundgebühr zwar aus betriebswirtschaftlicher Sicht Sinn mache. Jedoch untergrabe sie den Effizienzgedanken, weil unter dem Strich Kunden mit einem tiefen Stromverbrauch bis zu 40 Prozent mehr pro Kilowattstunde bezahlten, als Kunden mit einem hohen Verbrauch. Es lohne sich also wegen der Grundgebühr nicht, Strom zu sparen. Deshalb müsse diese Grundgebühr abgeschafft werden, so Millischer.
Wir haben beide Artikel aus der Aargauer Zeitung für Sie in unsere Downloadbox zum Nachlesen gepackt.
Weiterführende Informationen
- «Stromsparen lohnt sich nicht», von Sven Millischer, Aargauer Zeitung, 14. April 2011, S. 1
- «Grundgebühr abschaffen», Kommentar von Sven Millischer, Aargauer Zeitung, 14. April 2011, S. 1
- «Wer Strom spart, wird zur Kasse gebeten», von Sven Millischer, Aargauer Zeitung, 14. April 2011, S. 9


