
Hans-Peter Zehnder, VR-Präsident und Vorsitzender der Gruppenleitung Zehnder Group AG sowie Wolfgang Serowy, Geschäftsführer der Firma profine (Schweiz) AG (Bilder: pwr)

Das Siegergerät PremiVent (Bild: pwr)

Das Fensterlüftungsgerät von Siegenia-Aubi und das Fenster von EgoKiefer (Ansicht Rauminnenseite)

Bewertung der Fensterintegrierten Lüftungsgeräte anhand der verschiedenen Kriterien (Bild: pwr)
Am Freitagnachmittag sind an der Swissbau 2012 die Preise des Wettbewerbes Fensterintegriertes Lüftungsgerät vergeben worden. Der Wettbewerb, der von der Stadt Zürich (Amt für Hochbauten) und dem Bundesamt für Energie BFE ausgeschrieben wurde, beschäftigte sich mit der Frag, fokussierte auf die vier Kriterien Gestaltung, baulicher Einbauaufwand, technische Eigenschaften und Betrieb. Den ersten Preis erreichte dabei der "PremiVent" der Firma Zehnder AG und Profine AG.
Die Anforderung, dass die Lösung auf das Fenster abgestimmt, beziehungsweise im Fenster integriert sein muss, machte die Beurteilung nicht einfacher. Der "PremiVent" der Zehnder AG zusammen mit der Firma Profine AG konnte in mehrerer Hinsicht punkten: Aus technischer Sicht überzeugte insbesondere der Enthalpietauscher, der das Problem des Kondensats und Frostschutzes hervorragend löst, die Dichtheit der Konstruktion mit sehr geringen Luftleckströmen sowie die bei Ausserbetriebnahme automatisch schliessenden Luftklappen. Die Schalldämmvorgaben konnten auch eingehalten werden. Der gemessene Stromverbrauch von 7.5 Watt erfüllte die anspruchsvollen Vorgaben als einziges Gerät.
Mit geringem Gewicht und bescheidener Grösse, kann das Gerät ohne grösseren Aufwand gut eingebaut werden. Es gibt zudem noch Varianten, die seitlich oder an der Decke oder im Rollladenkasten eingebaut werden können, was die Flexibilität der Lösung erhöht. Bei der – im Wettbewerb gezeigten – Einbauvariante in die Fensterbank wird das Fensterlicht nicht eingeschränkt, was gerade bei Modernisierungen sehr erwünscht ist. (Das Fensterlicht kann auf diese Art sogar grösser als vor der Sanierung sein).
Die Spezialität, dass über das gleiche Gerät auch noch ein zweiter Raum belüftet werden kann, wurde als positive Erweiterung des Einsatzes betrachtet. Die Bauart des Geräts weist nach Meinung der Jury gutes Potential für eine wirtschaftliche Lösung auf.
Anerkennungspreis für Siegenia-Aubi und EgoKiefer AG
Die eingereichte Lösung von Siegenia Aubi AG und EgoKiefer AG erhielt einen Anerkennungspreis für gute Gestaltung. Die verschiedenen Einbaumöglichkeiten des Vorschlags ermöglichen eine gute Integration des Geräts mit unterschiedlichen Fenstereinbauten. Aus gestalterischer Sicht überzeugt das Gerät besonders durch seine elegante Integration in die Fassade. Die Luftdurchlässe sind von aussen wie auch Innen kaum sichtbar, was der architektonischen Gestaltung entgegen kommt.
Zweckmässig und optisch ansprechend ist die am Innensims angebrachte Klappe, welche das Gerät verdeckt und doch zugänglich macht.
Bei den technischen Vorgaben sieht die Jury noch Verbesserungspotential bei der Leistungsaufnahme und bei der Wärmerückgewinnung. Vor allem bei der Wärmerückgewinnung gab es von der Jury negative Voten. Der Stromverbrauch ist ebenfalls zu hoch. Positiv überrascht war die Jury vom hohen Schalldämmmass. Die Vorgabe wurde klar übertroffen. Jedoch war der Schallleistungspegel bei diesem Gerät zu hoch.
Durch die flache Gestaltung kann das Gerät wie vom Wettbewerb gewünscht als Fenster/Lüfter-Kombination geliefert und eingebaut werden und kam diesbezüglich am nächsten an die Vorstellung der Wettbewerbsausrichter.
Als dritter Finalist war auch Air-On zusammen mit Wenger Fenster AG mit einem innovativen Lüftungsgerät in dieser Endrunde. Die grosse Komplexität dieses Gerätes – mit Heiz- und Kühlfunktion – liess kaum einen direkten Vergleich mit den anderen Finalisten zu.
Der Wettbewerb wurde vom Ingenieurbüro hässig sustech initiiert und durchgeführt.


