Experiment in Tokio: E-Taxis werden mit Wechselbatterien ausgestattet

Dennis M. Härtig am 06.05.2010

Eines von drei E-Taxis in Tokio (Bild: Better Place/PD)

Ein japanisches E-Taxis auf der Akku-Auswechselstation (Bild: Better Place/PD)

Elektro-Autos sind in Japan hoch im Kurs. In Tokio sind deshalb drei Taxis auf Elektrobetrieb umgerüstet worden - die E-Mobil-Firma Better Place, die Taxigesellschaft Nihon Kotsu und der japanische Staat wollen den Betrieb mit den E-Taxis drei Monate lang testen. Das berichtet Spiegel online. Die Autos haben alle einen Akku, welcher unter dem Auto sitzt. Auf die Weise kann der Akku in einer speziellen, an eine Waschstrasse erinnernde Ladestation im Nu ausgetauscht werden. Das Auto fährt Millimetergenau auf eine Rampe, dort heben Greifarme den leeren Akku vom Auto ab und setzen in weniger als fünf Minuten einen neuen, vollgeladenen Akku an der selben Stelle wieder ein.

 

<h7>Technisch verbesserte Akkus reichen für 300 Kilometer</h7>

 

Eine Ladung der technisch verbesserten Batterien reicht für 300 Kilometer. Deshalb müssen die axifahrer bei der Routenplanung besondere Sorgfalt walten lassen, sonst enden sie entweder mit leerem Akku auf freier Strecke - oder immerhin noch an der nächsten von 100 öffentlichen Steckdosen für Elektrofahrzeuge. Doch das ist dann mindestens genauso schlimm - denn der Ladevorgang hier dauert ein paar Stunden. Stunden, in denen das Auto nicht fahren kann. Für den Taxifahrer ein Totalausfall.<h7>Jährlich eine Million Tonnen CO2 einsparen</h7>

 

Doch wenn alle derzeit in Tokio fahrenden Taxis auf Elektrobetrieb umgerüstet würden, dann hätte dies einen immensen Einfluss auf das Klima. Die Firma Better Place hat ausgerechnet, dass jedes der 60 000 Fahrzeuge im Schnitt 100 000 Kilometer pro Jahr fährt (knapp zweieinhalbmal die Entfernung Erde-Mond). Und fast schon überirdisch sind die gut 1 Million Tonnen CO2, welche die Autos im Jahr ausstossen. Diese könnten ebenfalls einge"spart" werden, wenn man komplett auf Elektorbetrieb umrüsten würde. Doch dann würde es mindestens 300 weitere Akku-Wechselstationen brauchen, damit die Autos ohne längere Unterbrüche fahren können.

 

<h7>Neue Projekte in Israel und Dänemark geplant</h7>

 

Inzwischen hat Better Place mitgeteilt, dass man weitere derartige Projekte ins Visier nimmt. So soll noch Ende dieses Jahr Tests in Israel durchführen, bevor man 2011 dann eine kommerzielle Lösung der E-Taxis mit Wechselakku in Israel und Dänemark in Betrieb nimmt.

 

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