Der Direktor des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich EWZ Conrad Ammann geht davon aus, dass das Zürcher Glasfasernetz nicht mehr rentabel wird. Dies sagte er in einem Interview mit der NZZ am 7. Juni. Man sei ursprünglich davon ausgegangen, dass man als einziger ein solches Netz bauen könne. Durch die anfänglichen eigenen Pläne und den jetzigen Einstieg der Swisscom in das EWZ-Projekt habe sich der ganze Projektrahmen verschoben. Statt nur dicht besiedelte Gebiete und Grosskunden anzubinden würde man das Netz jetzt auf die ganze Stadt Zürich ausweiten, so Ammann. Und das brauche Zeit und koste viel mehr Geld, als ursprünglich geplant. Damit indirekt verbunden müssten die Zürcher Stromkunden mit einer «moderaten», aber nicht näher spezifizierten Strompreiserhöhung rechnen.
Ebenfalls ging Ammann auf die Investitionen der EWZ in Windkraftanlagen und andere erneuerbare Energien ein und hob hervor, dass es aufgrund des gesamt-europäischen Leitungsnetzes nicht einfach und vor allem kostspielig sei, die Energie bis in die Schweiz zu transportieren. Das Interview mit Conrad Ammann können Sie auf der Webseite der NZZ nachlesen.
Weiterführende Informationen
«Das Glasfasernetz in Zürich kann nicht rentieren», NZZ Online, 7. Juni 2010



