Begegnen sich gegenseitig bekannte Menschen, so erkennen sie sich anhand bestimmter Merkmale, wie Körpergrösse, Gesicht, Sprache, Gangart usw. Grundsätzlich können Sensoren diese – und auch noch weitere Besonderheiten – ebenfalls erfassen. Dies ist das Umfeld der Biometrie, was aus dem Griechischen mit «Lebens-Messung» übersetzt werden kann. Die Signale der Sensoren werden mit vorher aufgenommenen Referenzdaten computergestützt verglichen und die Person kann so mit grosser Sicherheit erkannt oder ausgeschlossen werden. Die wichtigsten Verfahren erfassen das Gesicht, das Fingerbild und die Iris. Aber auch die Unterschrift ist eine wichtige Kenngrösse. In der Medizin und der Kriminalistik wird häufig auf die DNA-Analyse zurückgegriffen, deren Merkmale eindeutig personenbezogen sind.
Hingegen sind Unternehmen oder Wohnhäuser mit biometrischer Absicherung noch in der Minderheit. Doch schon in wenigen Jahren wird der Einsatz von Biometrie in unserem täglichen Leben selbstverständlich sein und der dicke und unsichere Schlüsselbund der Vergangenheit angehören. In der November-Ausgabe der Elektrotechnik hat es gleich zwei Artikel zu diesem Thema.
Weiterführende Informationen
- «Bitte den Finger zeigen!», von Hans R. Ris, Elektrotechnik Ausgabe 11/2009, Seite 19–23 (als PDF)
- «Biometrie in der modernen Installationspraxis», von René Senn, Elektrotechnik Ausgabe 11/2009, Seite 25 f. (als PDF)



