Desertec - das Konsortium zur Energieerzeugung in der Sahara hat Gestalt angenommen. Am 13. Juli wurde in München die Grunsatzvereinbarung unterschrieben, welche das Ziel hat, bis 2050 etwa 15 % des europäischen Strombedarfs mit Sonnenenergie aus der Sahara zu decken. An Desertec ist auch die Schweizer Firma ABB beteiligt (siehe Info-Box unten). Bei der geplanten Nabucco-Pipeline handelt es sich um ein Projekt, welches Europa eine kontinuierliche und zuverlässige Gaslieferung sichern soll (siehe Info-Box unten). Der Gaskrieg zwischen der Ukraine und Russland im vergangenen Winter hatte gezeigt, dass Russland möglicherweise doch kein so zuverlässiger Lieferpartner ist. Ebenfalls am 13. Juli wurde nun in der Türkei ein Abkommen unterzeichnet, welches ab 2014 den Rohstoffhandel sichern soll.
Weiterführende Informationen
- «Europa sucht neue Energiequellen» von Dagmar Heuberger und Niklaus Mäder, Aargauer Zeitung vom 14. Juli 2009, Frontseite (als PDF)
- «Solarer Wüstentraum mit Fragezeichen» von Niklaus Mäder, Aargauer Zeitung vom 14. Juli 2009, Seite 7 (als PDF)
- «Weg für Nabucco-Pipeline ist frei» von Christian Weisflog, Aargauer Zeitung vom 14. Juli 2009, Seite 5 (als PDF)
- «Wüstenstrom-Initiative will in drei Jahren Pläne vorlegen», Aargauer Zeitung online vom 13. Juli 2009
- «Desertec: Ab 2019 Strom aus der Sahara», von Dennis Härtig, Elektrotechnik online vom 17. Juni 2009




Michael Sonntag, 24.01.2010
Ich hoffe, dass diese Projekte auch jede Menge http://www.cleantechjobs.de/jobsuche schaffen, denn dann haben alle was davon. Das Klima, Die Umwelt, die Firmen und auch den Menschen.
Sandra Regelmann Montag, 15.02.2010
Ein tolles Projekt wie ich meine, man sollte mehr in der Richtung denken und entwickeln, doch dazu müssen sich viele Staaten und Firmen einig sein. Auf alle Fälle schaffen solche Infrastrukturprojekte Jobs und das ist sehr gut.
Sandra Regelmann Montag, 15.02.2010
@Michael, dein Link war kaputt, hier der korrekte http://www.cleantechjobs.de Schöne Seite und spannende Jobs
Marion Küpker Dienstag, 14.09.2010
Hauptsache es entstehen staatlich subventioniert (aus unseren steuergeldern) große Konzerne mit Monopolstellungen und großen Profiten! An die Gefahren der Nanotechnologie, die auch hier neuerdings zum Einsatz kommt, denkt kaum jemand. Wir brauchen keine Großanlagen, sondern dezentrale, wobei alle möglichen Formen Erneuerbarer Energien und Energiesparmöglichkeiten gleichzeitig eingesetzt werden müssen: z.B. auch die Biogase unserer Scheisse (wären die Abwässer nicht durch die waschmittel etc- Chemie so verseucht) und kurze Stromleitungen (vom Stromerzeuger zum Verbraucher) haben auch wenig leitungsverlust. Die Sahara den Tuaregs und anderen Normaden, anstatt unendlich Sondermüll!