Das Plusenergiehaus: Innovative Unternehmen haben das Wort

Dennis M. Härtig am 24.02.2010

An der Jahrestagung des energie-cluster.ch wird das Konzept des Plusenergiehauses in den Mittelpunkt gestellt. Konkrete Beispiele belegen die Machbarkeit, für eine breitere Umsetzung sind gezielte Entwicklungen nötig, welche von innovativen Unternehmen vorgestellt werden. Der Weg zum Haus der Zukunft ist nicht mehr weit. Mit dem Plusenergiehaus wird – bei modernster, energieeffizienter Bauweise – eine aktive Energieerzeugung erreicht, mit welcher übers Jahr ein Plus an Strom oder Wärme erzeugt werden kann. Damit wird nicht nur ein wichtiger Schritt hin zum energiesparenden Bauwerk Schweiz getan, nicht nur das Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft angestrebt, sondern es lassen sich auch wichtige wirtschaftliche Impulse für Innovationen, Arbeitsplätze und Exportfähigkeit der involvierten Unternehmen ermöglichen. Dies unterstützt der energie-cluster.ch bereits seit sechs Jahren intensiv, seit seiner Gründung im 2004.

 

Das Plus erfordert Know-how

 

Das Plusenergiehaus ist in Reichweite gerückt. Doch das Plus ist kein simpler Planungsschritt, sondern erfordert Know-how, Erfahrung und in Zukunft auch Weiterentwicklungen bei Planungswerkzeugen, Bauelementen, Werkstoffen und standardisierten Modulen für Neubauten und Sanierungen. Diesen Themen ist die Jahrestagung 2010 des energie-cluster.ch gewidmet, welche am 3. Mai in Bern stattfinden wird.

 

An der Tagung stellen einerseits erfahrene Plusenergiehaus-Erbauer ihre jeweiligen Konzepte für Neubauten und Gebäudeerneuerungen vor, anderseits werden einzelne technologische Innovationen präsentiert. Karl Viridén, Zürcher Architekt und Technologievermittler beim energie-cluster.ch, zudem Gewinner des Schweizer Solarpreises und des Watt d’Or, weiss, welche Massnahmen notwendig sind, um ein altes Mehrfamilienhaus in ein Plusenergiehaus zu verwandeln. Josef Jenni, Energietechniker und Unternehmer aus Oberburg, entwickelt und baut die Technologie, welche die gespeicherte Sonne nutzt, um ein Gebäude ganzjährig mit Warmwasser und Heizungswärme zu versorgen. Beide Experten können heute bestätigen, dass ein Plus auch bei grösseren Gebäuden machbar ist, also nicht den Einfamilienhäusern vorbehalten bleibt. Gleichzeitig demonstrieren die beiden Pioniere, wie das Plus an Energie mit Solarstrom oder Solarwärme oder mit einer Kombination erreicht werden kann.

 

Technologische Highlights für das Plusenergiehaus

 

Von Bedeutung sind dabei auch die dezentralen Möglichkeiten der Stromerzeugung, z.B. mit Brennstoffzellen, sowie Kompaktenergiezentralen mit dem Einsatz erneuerbarer Energien. Ziel der Tagung in Bern ist aber auch, weitere konzeptionelle Möglichkeiten für das Plusenergiehaus zu diskutieren und aufzuzeigen. Erreicht wird dies aber nur, wenn man die Erkenntnisse zur Gebäudehüllendämmung ernst nimmt. Gerade bei der Sanierung kommen geeigneten gestalterischen und funktionalen Fassadenelemente grosse Bedeutung zu. Aber auch die vorgefertigten Ausbauten zur Erreichung von Energieeffizienz werden wichtig.

 

Mit den Aktivitäten des Wissens- und Technologietransfers unterstützt der energie-cluster.ch die Entwicklung von Technologien und Produkten. Die aufgebauten Innovationsgruppen identifizieren Forschungsbedarf, kommunizieren Erfahrungen, Marktpotenziale und Aktionsfelder. Auf der daraus geschaffenen energie-plattform.ch werden relevante Informationen kommuniziert, Beispiele an Plusenergiehäusern vorgestellt und interessierten Akteuren ein Einstieg in die Thematik gegeben. Durch die Breitenwirkung der kommenden Jahrestagung wird die Kommunikation über das Plusenergiehaus gefördert und intensiviert – damit die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft nicht nur abstrakt bleiben, sondern realistisch werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Datum: 3. Mai 2010
  • Zeit: 10.00 - 17.00
  • Ort: Kursaal Bern, Hotel Allegro, Bern
  • Programm und Anmeldung: www.energie-cluster.ch

Im Anschluss findet der Berne Cluster Day 2010 statt. Separates Programm unter www.berneinvest.com

Kommentare

Das Plusenergiehaus: Innovative Unternehmen haben das Wort Freitag, 26.02.2010

[...] An der Jahrestagung des energie-cluster.ch wird das Konzept des Plusenergiehauses in den Mittelpunkt gestellt. Konkrete Beispiele belegen die Machbarkeit, für eine breitere Umsetzung sind gezielte Entwicklungen nötig, welche von innovativen Unternehmen vorgestellt werden. Der Weg zum Haus der Zukunft ist nicht mehr weit. Mit dem Plusenergiehaus wird – bei modernster, energieeffizienter Bauweise – eine aktive Energieerzeugung erreicht, mit welcher übers Jahr ein Plus an Strom oder Wärme erzeugt werden kann. Damit wird nicht nur ein wichtiger Schritt hin zum energiesparenden Bauwerk Schweiz getan, nicht nur das Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft angestrebt, sondern es lassen sich auch wichtige wirtschaftliche Impulse für Innovationen, Arbeitsplätze und Exportfähigkeit der involvierten Unternehmen ermöglichen. Dies unterstützt der energie-cluster.ch bereits seit sechs Jahren intensiv, seit seiner Gründung im 2004. Den originalen Beitrag finden Sie hier elektrotechnik.ch/20 … | Dennis Härtig [...]

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