UPDATE [zuletzt aktualisiert am 30. März 2010, 16:55 Uhr] Im zweiten Durchgang hat es geklappt: Im Teilchenbeschleuniger LHC des CERN in Genf sind am Dienstagmittag um 13.06 Uhr die ersten Teilchen miteinander kollidiert. Aus dem "Regen" der Kollisionsbruchstücke und dem der folgenden Experimente werden die Forscher zusammen mit 2000 Studenten nun nach unbekannten Elementarteilchen suchen. Das CERN hatte am Dienstagmittag eine erste Pressemitteilung zur erfolgreich verlaufenen Teilchenkollision veröffentlicht. Noch bis 18.15 Uhr berichtet das CERN in einer Live-Sendung im Internet über die Experimente.
Die ersten Versuche mit der Teilchenkollision am Morgen waren zunächst erfolglos verlaufen, weil man in einem ersten Anlauf zwei kleinere technische Pannen hatte: Beim ersten Mal hatte man die Protonenstrahlen "verloren", so ein Sprecher des CERN. Dies sei aber nichts ungewöhnliches bei einem solchen Experiment, zumal die gesamte Anlage ein absoluter Prototyp sei. Bei einer zweiten Panne war ein Sicherheitssystem fälschlicherweise angesprungen und hatte die Anlage ausgebremst. Die Forscher wollen mit der hochenergetischen Teilchenkollision Bedingungen schaffen, wie sie kurz nach dem Urknall geherrscht haben. Im Vorfeld waren Kritiker der Versuche bis vor das deutsche Bundesverfassungsgericht gezogen, weil sie die Entstehung von schwarzen Löchern und damit den Weltuntergang befürchteten.
Live-Webcast vom CERN (noch bis 18.15 Uhr)



